Waldbröler Musiksommer 2009
Konzert mit Jucajacu / Jochen Fassbender, Anja Bergmann, Christiane Cohen, Udo Seehausen ...auf selbstgebauten Klangobjekten aus Holz, Stein, Metall und Glas:
„Klopfe an den Himmel und lausche dem Klang“
Jucajacu
mit Jochen Fassbender, Christiane Cohen, Anja Bergmann und Udo Seehausen
Ein jedes Ding – ob groß oder klein – hat seinen ureigenen Klang, einen Klang, der seinem Wesen entspricht und von seiner inneren Beschaffenheit bis hin in die kleinste chemische Zusammensetzung erzählt.

Der Wunsch all diese Dinge auf jede nur mögliche Art spielerisch zum Klingen zu bringen und sie und ihre Wirkung auf Körper, Geist und Seele damit genauer kennenzulernen, hat die vier Multiinstrumentalisten zusammen gebracht.
In ihrer Musik suchen sie die unverbrauchte Frische, die entsteht, wenn sie frei von jeglichen Konventionen auf Klangobjekten improvisieren, die der Klangkünstler Jochen Fassbender selbst entwickelt hat. Seinen Klangkörpern aus verschiedensten Materialien können sie durch Anblasen, Streichen oder Schlagen Klänge entlocken, die erstaunen, die man nicht für möglich gehalten hätte.
Nachdem ein Steinklang – wie auch ein Glasklangkonzert bei den Zuhörern der vergangenen Musiksommer auf große Resonanz gestoßen ist, möchte das Quartett diesmal auf Klangobjekten aus Holz, Stein, Metall und Glas konzertieren. Dies sind Materialien, die schon im Kirchenraum existieren – in Kirchenbänken, Kirchenfenstern, in den Mauern und im Steinboden, im Altarkreuz oder Taufbecken.
Sie möchten ihre Zuhörer dazu inspirieren, die Ohren zu spitzen, damit auch sie entdecken, dass sich alles in Musik verwandeln kann.
„Klopfe an den Himmel und lausche dem Klang!“
Dieses japanische Koan lädt bei der Musik von Jucajacu zum Sinnieren ein.
Jochen Fassbender aus Waldbröl-Hermesdorf ist Klangkünstler. In dieser Tätigkeit liegen seine Schwerpunkte auf der Forschung an Klangphänomenen, der Entwicklung, dem Bau von Musikinstrumenten, Klangobjekten und –installationen sowie einer regen Seminar- und Konzerttätigkeit im In- und Ausland.
Die von ihm kreierten Klangobjekte sind schon öfters mit Preisen ausgezeichnet worden. Ob nun aus Holz, Glas, Metall oder Stein, auf verschiedenste Weise gestrichen, angeschlagen, gerieben oder geblasen, können sie Klangeigenschaften an den Tag legen, die wir nicht für möglich gehalten hätten. Ein unendlich breites Spektrum an Klangmöglichkeiten tut sich auf, ausgelöst durch verschiedene Materialien, Formen und Resonanzen und die Art der Klangerzeugung.
In seinen Konzerten lädt er zu einer Entdeckungsreise in unbekannte Klangwelten ein. Elementare Geräusche und Klänge fügen sich zu einer Musik zusammen, die entrückend, unheimlich oder liebevoll sanft sein kann. Er lässt den Zuhörern die Zeit, feinen, lang nachschwingenden Klängen bis in die Stille hinein zu lauschen.
Presserezensionen:
Aschaffenburger Zeitung/ Beobachter am Main: Die Musik eröffnete die beachtliche Palette verschiedenster Klangnuancen und kaum für möglich gehaltener Harmonien, die mit seinen neuen Musikkonstruktionen erzielt werden können. Der Schlussbeifall hielt lange an.
Badisches Tagblatt: Es war eine von Klängen durchwirkte Stille, wie man sie selten erlebt, bewirkt von dem Klangimprovisator Jochen Fassbender. Diese Klangwelt war auf ihre besondere Weise anregend. Sie war flirrend hell, brauste sphärisch auf, verdichtete sieh, verebbte entführte in ferne Gedankenwelten.
Oberbergische Volkszeitung: Es war ein sehr aufmerksames Publikum, das sich auf die mythischen Klangbilder einließ und fasziniert die lang anhaltenden Tonschwingungen von Fassbenders Instrumenten in sich aufnahm. Gebannt versuchten die Zuhörer, noch den leisesten Oberton zu erahnen.
Mehr Infos zum Künstler: http://www.klangkunstfassbender.de/
Ausschnitt aus der Video-DVD vom Musiksommer 2006: Hier

